Redakteur/ Juni 26, 2021/ Politik

In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Spremberg vom 16.06.2021, trafen die Stadtverordneten eine Entscheidung bezüglich der Fassadengestaltung des Spremberger Bürgerhauses. Dabei votierte die Mehrheit der Stadtverordneten für die Variante „Glaskunst“.

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion Spremberg, Michael Hanko:

„Mit großem Bedauern habe ich heute die mehrheitliche Entscheidung der Stadtverordneten zur Kenntnis genommen, aus dem Sarkophag nun zukünftig ein Glashaus machen zu wollen. Für uns stand von Anfang an fest, dass das Bürgerhaus im Herzen von Spremberg, direkt am Marktplatz, selbstverständlich der altstadttypischen Bebauung angepasst werden muss und es keine modernen Experimente geben darf. Leider sahen dies nicht alle so. Die sogenannte „Bürgerbeteiligung“ zur Fassadengestaltung, auf die die Mehrheit der Stadtverordneten ihre Entscheidung baute, war mehr als eine Farce! Lediglich eine Woche Zeit zum Abstimmen und wer das Amtsblatt nicht erhalten hatte, der musste entweder einen Facebook-Account oder ein Abo der Lausitzer Rundschau besitzen, um mitzubekommen, dass gerade eine Bürgerbeteiligung läuft. Dazu kommt, dass lediglich drei moderne und nicht eine altstadttypische Variante zur Abstimmung gestellt wurden. Auch die Möglichkeit, alle drei Varianten abzulehnen, gab es bei dieser sog. „Bürgerbeteiligung nicht. Dies hätte selbstverständlich berücksichtigt werden müssen, denn nur so hätte ein unverfälschtes Meinungsbild gezeichnet werden können. Daher überrascht es nicht, dass sich an der „Bürgerbeteiligung“ gerade einmal etwas über 1.600 Bürger beteiligten, wovon sich 1.220 für die Variante „Glaskunst“ entschieden haben. Bei einer Einwohnerzahl von etwas mehr als 20.000 Bürgern, kann dieser Abstimmung also keine allzu große Bedeutung beigemessen werden. Was die Mehrheit der Spremberger wirklich will, wissen wir immer noch nicht. Dafür ist es jetzt aber auch zu spät!“

Bildnachweis: Architektenbüro Petschow + Thiel Projektmanagement GmbH