Redakteur/ März 22, 2020/ Politik

Das Bürgerhaus Spremberg und der Pfusch am Bau

Ein Kommentar zur Kolumne der Bürgermeisterin im Amtsblatt für die Stadt Spremberg:

Nachdem mich mehrere Anrufe zur Kolumne unserer Bürgermeisterin Christine Herntier im Amtsblatt für die Stadt Spremberg vom 20.03.2020 erreichten, möchte ich an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, meine Sicht der Dinge einmal darzulegen.

In der Kolumne behauptet die Bürgermeisterin, dass die Handwerker den Bau des Bürgerhauses vor 12 Jahren „schlampig und unverantwortlich leichtfertig“ ausgeführt hätten. Wie sieht es aber in Wirklichkeit aus?

Zum einen hat der damalige Architekt eine fehlerhafte Planung abgegeben. Dies wurde im Verfahren der Altstadtsanierungsgesellschaft der Stadt Spremberg gegen den Architekten gerichtlich festgestellt. Zum zweiten gab es von den damaligen ausführenden Firmen diesbezüglich zahlreiche Bedenkenanzeigen, welche von dem früheren CDU-Bürgermeister Schulze und seinen Bauingenieuren aus der Verwaltung kleingeredet wurden. Wie sah es damals mit der Bauüberwachung aus? Was haben die sogenannten „Fachleute“ der Stadt Spremberg unternommen, um die Bauausführung zu überwachen und dafür zu sorgen, dass nur zugelassene Baustoffe verwendet werden? Antwort: Nichts, weil wahrscheinlich die privaten Projekte des Verantwortlichen mit dem Architekten wichtiger waren.

Somit tragen in erster Linie der Planer und die „Fachleute“ der Stadt, welche die fehlerhafte Planung hätten erkennen müssen, die Verantwortung für diesen Pfusch-Bau und nicht die Handwerker.

Positiv stimmt mich allerdings, dass mit unserer jetzigen Bürgermeisterin und den Fachleuten der Stadtverwaltung nunmehr so viel Sachverstand vorhanden zu seien scheint, „dass diesmal die Arbeiten am Gebäude sach- und fachgerecht ausgeführt werden“.

Hiergegen spricht allerdings schon, dass in der letzten Legislaturperiode, als es um die Sanierung des Bürgerhauses ging, der Versuch unternommen wurde, den damaligen bauüberwachenden Tiefbau-Ingenieur, abermals zur Bauüberwachung einzusetzen. Offensichtlich hat man doch nichts gelernt.

Versprechen kann ich Ihnen schon jetzt, dass wir als AfD-Fraktion im Rahmen der uns eingeräumten Möglichkeiten diesen Vorgang kritisch begleiten werden!

Ihr Michael Hanko, MdL
Fraktionsvorsitzender
AfD-Fraktion Spremberg