Redakteur/ Februar 14, 2021/ Politik

Sanierung des Bürgerhauses Spremberg –

Wir wollen eine echte Bürgerbeteiligung mit wirklichen Alternativen!

Ihre Meinung ist gefragt – was ist ihr Favorit?

Über den Umbau des Bürgerhauses wurde in der Stadt und den entsprechenden Gremien schon sehr viel diskutiert, so zuletzt in der Bauausschusssitzung am 08.02.2021. Einigkeit besteht dahingehend, die Funktionalität des Gebäudes wiederherzustellen. Im Rahmen der Schadenssanierung muss allerdings auch die Fassade in einen für die Bürger annehmbaren Zustand versetzt werden. Wir als AfD-Fraktion befürworteten seit Anbeginn den Abriss des Gebäudes und eine Neuplanung des Quartiers. Das wurde jedoch von der politischen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung nicht gewollt. Im Zuge des Beschlusses über die Sanierung des Bürgerhauses, legte die Verwaltung den Stadtverordneten die alten Entwürfe aus der ersten Baumaßnahme vor, wobei der eine altstadttypische Entwurf von uns präferiert wurde. Denn wenn schon das Bürgerhaus nicht abgerissen werden wird, dann soll es aber zumindest eine altstadttypische Fassade, die des CityCenters und der Volksbank angepasst, erhalten.

In der Bauausschusssitzung vom 08.02.2021 wurden den Mitgliedern nun drei Varianten vorgelegt, zwischen denen sich die Stadtverordneten entscheiden sollen. Allerdings sehen wir in den dargelegten Vorschlägen nicht drei, sondern vielmehr nur eine Variante mit lediglich verschiedenen Materialien. Der Bürger bzw. die Stadtverordneten sollen sich demnach entscheiden zwischen einer modernen Variante aus Klinker oder Kupfer oder aus Glas. Das ist uns allerdings zu wenig. Denn optisch wird sich so nicht viel ändern, außer das Dachgauben entstehen sollen, die den Bau insgesamt etwas auflockern sollen.

Nun wird seitens der Bürgermeisterin eine breite Bürgerbeteiligung angekündigt, um eine Fassade auszuwählen, mit der ein Großteil der Bürger leben kann. Dieses Vorhaben wird jedoch wahrscheinlich Corona zum Opfer fallen. Denn eine finale Entscheidung soll bereits am 3. März 2021 in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung getroffen werden. Als Grund für diesen kurzen Zeitraum werden u. a. ins Feld geführt, dass die Baugenehmigung nur 2 Jahre Bestand habe und die zwangsweise umquartierte Verwaltung aus dem Komplex in Trattendorf alsbald wieder ausziehen möchte. Dadurch wird – bewusst oder unbewusst – ein Entscheidungsdruck auf die Stadtverordneten aufgebaut.

Von den Stadtverordneten, die damals schon für die Kubatur (im Volksmund auch Sarkophag genannt) gestimmt haben, wird die sog. dritte Variante mit der Glasfassade favorisiert.

Wir als AfD-Fraktion fordern daher eine echte Bürgerbeteiligung mit tatsächlich verschiedenen Varianten: Die Bürger sollen die Möglichkeit haben, sich zwischen einer modernen und einer altstadttypischen oder der Marktplatzbebauung (CCS) angepassten Variante zu entscheiden. Um dieses Vorhaben umzusetzen, ist jedem Haushalt per Brief mit Rückantwort ein Schreiben zuzustellen, in diesem die Varianten der Planer und der entsprechende Abstimmzettel enthalten ist. Gewiss wird hiergegen der Kostenfaktor angeführt. Allerdings gibt die Stadt Tausende von Euro für Beratungen, Studien und 270.000,00€ für den Standort der neuen Rettungswache aus. Daher sollte die Idee nicht an dem Porto scheitern, zumal etwa die Stadtwerke oder die SWAZ auch dazu in der Lage sind, jährlich die Spremberger Haushalte anzuschreiben.

Michael Hanko, MdL
Fraktionsvorsitzender
AfD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Spremberg

Die Informationsvorlage mit den entsprechenden drei Varianten kann im Rats- und Bürgerinfosystem der Stadt Spremberg (https://spremberg.gremien.info/sitzungskalender.php), 11. Sitzung des Ausschusses Bauen, Ordnung und Sicherheit vom 08.02.2021, unter TOP 5 eingesehen werden.